Bankgeschäfte per Smartphone erledigen

19. November 2011, 14:48 Uhr | Thema: Online Banking | 0 Kommentare

Das mobile Internet ist aus dem Alltagsleben schon nicht mehr wegzudenken. Auch Bezahlgeschäfte lassen sich heutzutage bequem mit dem Handy erledigen, egal ob es darum geht, die Busfahrkarte online zu kaufen oder aus dem Urlaub schnell eine Überweisung in Auftrag zu geben. Gewisse Sicherheitsregeln müssen dabei jedoch beachtet werden.

Es ist schon verführerisch: Das eigene Smartphone genügt, um von unterwegs kurz den Kontostand abzurufen, eine Überweisung zu tätigen oder ein Aktienpaket zu verkaufen. Per Telefon die Busfahrkarte zu lösen oder die Parkuhr zu bezahlen, gehört längst zum Alltag. Doch wer mit seinem Smartphone Bankgeschäfte tätigen will, darf einige Sicherheitsregeln nicht außer Acht lassen. Sonst könnte es ein böses Erwachen geben, wenn Internetkriminelle das Konto leergeräumt haben.

Jede seriöse Bank bietet heute eine eigene App an, die sich auf gängigen Betriebssystemen wie Android, Windows Phone und dem iPhone installieren lassen. Mittels App können Kunden auf eine spezielle mobile Version der Banken-Website zugreifen und ihre Geschäfte online tätigen. Die Verbindung erfolgt dabei entweder über drahtloses Internet (WLAN) oder über das Mobilfunknetz (UTMS). Genau wie bei der regulären Website muss sich auch hier mit einem PIN eingeloggt werden. Die PIN oder andere Zugangsdaten sollten jedoch niemals auf dem Handy gespeichert werden, damit sich keine Unbefugten Zugang zum Konto verschaffen können, wenn das Smartphone gestohlen wurde.

Auf dem Smartphone lieber UTMS als WLAN nutzen

Moderne Smartphones und Tablets bieten vielfältige Möglichkeiten ins Internet zu gelangen. Generell kann dabei gewählt werden, ob die App über mobiles Internet (Wireless LAN, im Ausland meistens WiFi genannt) auf die Banking-Website zugreifen soll oder über das Mobilfunknetz (UTMS, bei den neueren Geräten auch HSDPA oder 3G genannt). Auch über Bluetooth oder Infrarot kann sich das Telefon mit anderen Geräten verbinden.

Experten raten dazu, sämtliche nicht benötigte Verbindungen standardmäßig abgeschaltet zu lassen und nur zu aktivieren, wenn sie wirklich gebraucht werden. Damit kann Fremden der Zugriff auf das eigene Telefon erschwert, wenn auch nicht immer unmöglich gemacht werden. Auch die Funktion “Automatische Anrufannahme” sollte zumindest vorübergehend deaktiviert werden, damit niemand unbemerkt eine Verbindung zum Handy herstellen kann. Bei den gängigen Betriebssystemen wie den iPhones, dem Windows Phone und Google Android können die Einstellungen leicht abgerufen und verändert werden.

Bankgeschäfte sollten dabei am besten immer über das Mobilfunknetz getätigt werden, da dieses für Internetkriminelle viel schwerer zu knacken ist als das drahtlose Internet. Gerade WLAN gilt trotz aller Vorsichtsmaßnahmen als ausgesprochen unsicher und sollte möglichst nie benutzt werden um PINs, TANs oder Passwörter zu übermitteln.

Wer sich an diese Vorsichtsmaßnahmen hält, kann per Smartphone beruhigt alle Bankgeschäfte tätigen, die auch am heimischen PC oder in der Bankfiliale getätigt werden können. Bei häufiger Benutzung der Banking-App sollte jedoch auch immer sorgfältig der Kontostand geprüft werden, damit etwaige Abbuchungen durch Internetkriminelle sofort gemeldet und rückgängig gemacht werden können. Und selbstverständlich sollte auch bei der Nutzung von Apps für Smartphones stets über den Button “Kunden-Logout” der gesicherte Kundenbereich verlassen werden. Nur dann ist sichergestellt, dass die Verbindung zur Bank wirklich geschlossen wurde.

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